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einem Morgen im späten Agrazhar des Jahres 720 TR bewegt sich eine
kleine Schar Reisender auf der Küstenstraße zwischen Sarkum
und der weiter südlich gelegenden Abtei von Melot. Das Wetter ist
kühl und regnerisch und Nebelbänke ziehen über die endlosen
Heideflächen zur landgewandten Seite der Straße.
Läßt
man den Blick über die unruhige See der Bucht von Sarkum schweifen,
nordwärts die Hügelketten von Turmale hinter weißen Nebelfetzen
erahnend und westlich der Burg die schmale Landzunge im Dunst verborgen
wissend, wo schemenhaft eine kleine, namenlose Insel ihre zerklüftete
Felsgestalt aus der gischtsprühenden See erhebt, so mag dem müßigen
Reisenden die rauhe Schönheit dieses Flecken Kelestias bewußt
werden, für die die hier Lebenden in ihrem täglichen Mühsal
keinen Blick zu haben scheinen.
Obgleich
der Himmel sich im trüben Trauerkleid zeigt und die steife Seebriese
im Gesicht beißt, erscheint dies fast als ein sanftes Lüftchen,
verglichen mit dem heftigen Sturm der vergangenden Nacht.
In Steinwurfweite der Brandung landen ein paar bemooste
Felsen dazu ein, den schmerzenden Füßen und dem drückenden
Bündel nachzugeben, für eine kurze Rast den Schwertgurt zu lockern
und der Wegzehrung zuzusprechen. Ist doch der Tag noch lang und die Wegstrecke
schon zur Hälfte geschafft. Doch kaum hat man es sich bequem gemacht
und den Duft von Brot und Käse eingesogen, zieht es den Blick auch
schon wieder hinaus in die tosende Brandung und die nebelverschleierte
Bucht.
Doch auf einmal, sei es durch ein geringfügiges
Aufhellen, sei es durch das Verwehen einer Nebelbank, erkennt man einige
Meilen südlich, kurz bevor die Küstenstraße hinter dem
kleinen Dorf Isos ins Landesinnere führt, direkt am Ufer, inmitten
der ausrollenden Brecher den unförmigen Rumpf eines Schiffes. Hilflos,
einem auf dem Rücken liegenden Insekt gleich, rollt es in der Dünung.
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